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Stadtbahn Altwarmbüchen

Planungen

Weit vorausschauende Gemeindeväter hatten bereits in den 70er Jahren bei der Planung des Baugebeites Fuchsklint/Lahriede einen breiten Streifen westlich der Kreisstraße 114 nach Isernhagen für eine eventuelle Stadtbahnverlängerung freigelassen. Auch bei den Anfang bzw. Mitte der 80er Jahre bebauten Gebieten nördlich der Isernhagener Straße ließ man auf der Nordseite Platz für eine künftige Schienentrasse.

Beim 6-spurigen Ausbau der A2 gegen Ende der 70er Jahre stand bereits zur Debatte, die Autobahnunterführung im Zuge der Kirchhorster Str. mit drei sogenannten Brückenfeldern auszustatten. Der Mehraufwand hätte seinerzeit nur ca. DM 700.000,-- (ca. 358.000,-- Euro) betragen. Die Gemeinde Isernhagen war sogar bereit aus eigenen Haushaltsmitteln einen Betrag in Höhe von DM 570.000,-- (ca. 291.000,-- Euro) zur Verfügung zu stellen. Letztendlich war auch damals bereits Geldmangel der Grund, die Brücke nur mit zwei Durchlässen zu bauen. Man ging in den Jahren 1977/78 von einem Baubeginn der Stadtbahn frühestens in 1988 aus.

Im Sommer 1991 ging es bei der Beratung des Altwarmbüchener Bebauungsplanes "Östlich Opelstr. - Teil B" zum ersten Male konkret um die Lage der Schienentrasse bei einer Stadtbahnverlängerung nach Altwarmbüchen bis zur Expo im Jahre 2000. Die Planung ging von einer Streckenführung von Lahe im Zuge der Kirchhorster Str., weiter über die Hannoversche Str. in Altwarmbüchen aus, die dann im Zuge der K 114 Richtung Norden abbiegen und im Zuge der Isernhagener Str. bis zum Schulzentrum am Helleweg geführt werden sollte. Anfangs sprach man sogar von einer weiteren Verlängerung zum östlichen Ortsausgang von Altwarmbüchen, um hier neue Baugebiete zu erschließen. Der Großraum plante östlich des Helleweges rund 26 ha mit ca. 800 Baueinheiten zu errichten.

Im Februar 1993 gab es erste konkrete Planungen zur Stadtbahnverlängerung, die in etwa der heutigen realisierten Form entsprechen, allerdings noch immer mit Endstation am Helleweg. An Kosten wurden hierfür bereits 100 Millilonen DM (ca. 51 Mio. Euro) angesetzt. Eine Führung weiter bis zum östlichen Ortsausgang sei wahrscheinlich nicht zu finanzieren. Baubeginn sollte noch immer 1995 sein, da in diesem Jahr Projekte begonnen sein mussten, die noch unter das Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetz (GVFG) fallen sollten. Auf die Gemeinde Isernhagen sollten ca. 2,3 Mio DM (ca. 1,2 Mio Euro) zukommen. Im November d.J. teilt der Großraum Hannover mit, dass aus Kapazitätsgründen ein Baubeginn in 1995 nicht mehr stattfinden kann. Die Expo-Planungen in Hannover forderten ihren Tribut.

Zwei Jahre gehen ins Land bis im Februar 1995 der Ortsrat Altwarmbüchen weiteren Änderungen bei der Planung zustimmte. Es sollte zusätzlich eine Umsteigeanlage am Erdbeerfeld (Ecke K112/K114) sowie eine Station Farrelweg errichtet werden. Der Großraum sagte eine Prüfung der Vorschläge zu. Die abschließenden Prüfverfahren sollten sich bis Ende 1998 hinziehen. Und ob dann kurz Beginn der Expo im Jahre 2000 eine Großbaustelle am nordöstlichen Stadtrand Hannovers sinnvoll sei, wurde vom Großraum Hannover stark bezweifelt.

Im März 1997 gab es wieder etwas zu hören: Isernhagen bekommt nach der Expo eine Stadtbahn. Planungen des Großraums Hannover gingen von den Stationen Im Klingenkampe, Oldenburger Allee, Laher Heide, Opelstr., Pappelweg, Bothfelder Str., Isernhagener Str. und dem Endpunkt Helleweg aus. Die Gesamtkosten beliefen sich auf insgesamt 125 Mio. DM (ca. 64 Mio. Euro). Der erste Spatenstich sollte im November 2000 und die Eröffnung im Jahre 2003 stattfinden.

Konkret wurde es erst wieder im Februar 2001. Der Großraum legte einen neue Variante mit Endpunkt am Blocksberg vor, die Gemeinde forderte eine Führung bis zum Schulzentrum. Aus wirtschaflichen Gründen einigte man sich im Sommer des Jahres auf den Endpunkt Blocksberg, allerdings nördlich des Straße Blocksberg, um hier gleichzeitig einen P+R-Parkplatz für ca. 130 Autos zu errichten. Offen war allerdings noch, wo die Umsteigeanlage für die Busse aus dem Umland gebaut werden sollte: An der Station Bothfelder Str. oder am Endpunkt Blocksberg.

Bis zum Oktober 2002 zog es sich noch hin, bis endlich das sogenannte Planfeststellungsverfahren begann. Die Pläne lagen öffentlich aus. Die Bürger konnten noch Einwände geltend machen. Baubeginn sollte nunmehr im Herbst 2003, die Eröffnung zur Fußball-WM im Juni 2006 sein.

Die endgültige Planung:

Die Trasse beginnt in der Podbielskistraße an der Stelle, wo bislang die Bahnen in die Wendeschleife Lahe abbogen. Dort wurde eine neue

Station Lahe

kurz vor der Kreuzung Podbi/Kirchhorster Str. mit Seitenbahnsteigen errichtet, die auch ein Umsteigen in Richtung Misburg ermöglicht. Anschließend biegt die Strecke Richtung Osten ab, mittig auf der Kirchhorster Straße. Hier werden auf hannoverscher Seite noch die

Station Laher Friedhof östlich der Kreuzung Im Klingenkamp und die

Station Oldenburger Alle zwischen der Straße Oldenburger Allee und der neuen Straße Richtung Misburg

errichtet. Anschließend führt die Strecke unter der Autobahn hindurch auf Altwarmbüchener Gebiet.

Hier führt die Trasse weiterhin mittig gelegen zur

Station Opelstraße gleich hinter der Kreuzung Opelstr. Hier wird sowohl das Einkaufszentrum als auch das Naherholungsbiet Altwarmbüchener See erschlossen. Auch zum Krendel-Einkaufs-Center an der Krendelstraße ist es nicht weit. Die Strecke führt weiter zur

Station Ernst-Grote-Straße östlich der Kreuzung mit der Ernst-Grote-Str. Gleich hinter der Station biegt die Stadtbahn Richtung Norden im Zuge der Kircher Straße (K 114) ab. Hier führt die Trasse am westlichen Straßenrand entlang. Die

Station Altwarmbüchen-Zentrum liegt direkt nördlich der Kreuzung Bothfelder Str./Lahriede. Hier ist kein direktes Umsteigen in die Busse Richtung Kirchhorst, Burgdorf, Neuwarmbüchen etc. möglich. Alle Busse fahren vom Endpunkt Altwarmbüchen kommend durch die Bothfelder Str. in Richtung Haltestelle Rathaus.
Weiter geht es Richtung Blocksberg. Vorher wird noch der Farrelweg gekreuzt. Hier wurde ein besonderer Übergang erforderlich, um die Fußgänger und Radfahrer sicher die Gleise überqueren zu lassen. Die Strecke führt dann über die Straße Blocksberg auf ehemals als Feld genutztes Gelände, um dort in der

Endstation Altwarmbüchen zu enden. Hier wurde eine Umsteigeanlage mit Seitenbahnsteigen errichtet. Alle Busse, die heute noch nach Lahe geführt werden und heute durch Altwarmbüchen fahren, enden künftig hier. Die Fahrgäste können aus der ankommenden Bahn direkt über den Bahnsteig in die bereitstehenden Busse umsteigen. Genauso können die Busfahrgäste aus Burgdorf, Kirchhorst etc. am stadteinwärts liegenden Bahnsteig direkt in die Stadtbahn einsteigen.
Die Bahngleise werden noch einige Meter Richtung Norden weitergeführt, um zum einen einen Richtungswechsel zu ermöglichen. Andererseits ist hier eine Abstellmöglichkeit für Stadtbahnwagen geschaffen worden.
Desweiteren wurde westlich der Gleisanlagen in zwei Bauabschnitten ein Park & Ride-Parkplatz für 108 Autos angelegt.



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