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- Beginn des U-Bahn-Baus

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Stadtbahn Hannover

Geschichte

Erste Planungen

Bereits kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges denkt der große Stadtplaner Hannovers, Prof. Hillebrecht, an eine Untertunnelung des Kröpckes im Stadtzentrum Hannovers. Eine Denkschrift "Der Aufbau der Stadt Hannover" spricht bereits von kurzen Unterpflasterstrecken. Flächen für die Rampen werden in den Folgejahren freigehalten. Immer wieder werden Überlegungen für ein Netzkonzept angestellt.

Im Jahr 1959 legt der damalige Direktor der ÜSTRA, Dr. Lehner, erste konkrete Vorschläge für ein U-Straßenbahnnetz vor. Kein Wunder, da der Autoverkehr auch in Hannover stark zunimmt und den Verkehrsbetrieben die Fahrgäste nimmt.

1962 wird der Berliner Professor Bruno Wehner beauftragt, einen Netzplan für das Stadtgebiet Hannover zu erarbeiten. Gleichzeitig beginnt der Bund sich Gedanken zu machen, wie der Verkehr in den Innenstädten zu bewältigen ist.

Zwei Jahre später wird ein Gutachten veröffentlicht, indem der Bund aufgefordert wird, sich an der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Innenstädten zu beteiligen. Der öffentliche Verkehr soll Priorität erhalten.

Netzplan 1964

Im Juni 1965 beschließt der Rat der Stadt Hannover einstimmig den Bau einer U-Bahn in Hannover. Gleichzeitig wird die Inangriffnahme der ersten Strecke vom Waterlooplatz zur Wedekindstraße in Auftrag gegeben. Dies alles ohne finanzielle Zusagen von Bund und Land.

Als Grundlage dient der Netzplan 1964 von Prof. Wehner, der hier kurz vorgestellt wird.
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Hiernach sollen zwei sich am Kröpcke kreuzende Strecken mit diversen Verzweigungen gebaut werden. Insgesamt sieben Streckenarme treffen sich am Kröpcke. Dieser Plan hat neben Kapazitätsengpässen weitere Nachteile, wie z.B. Auswirkungen von Verspätungen bei einer Strecke auf das ganze Netz. Außerdem müsste die Strecke nach Süden (Messe/Laatzen) sofort als durchgängige U-Bahn gebaut werden, um die geplanten Fahrgastzuwächse bewältigen zu können (nach damaligen Schätzungen sollte die Linie B von Langenhagen/Zentrum nach Laatzen/Zentrum rund 317 Mio. DM kosten).

Netzplan 1966/Wehner-Plan

Der Netzplan 1964 wurde daher noch einmal überarbeitet. Als Ergebnis wurde eine zweite Strecke nach Süden geplant (durch die Sallstraße). Bei nunmehr acht Streckenenden konnte ein linienreines Netz mit vier Tunneln geplant werden. Dieser neue Netzplan 1966 oder auch Wehner-Plan wurde somit zur Grundlage für alle weiteren Planungen und gilt im Prinzip noch heute.

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Das U-Bahn-Netz besteht hiernach aus vier Linien, die sich alle im Innenstadtbereich mehrfach kreuzen. Somit kann man alle Richtungen mit nur einmaligem Umsteigen erreichen. Geplant wurden zuerst Tunnelanlagen im Innenstadtbereich. Folgende Linien wurden skizziert (Angabe der Endpunkte sowie der Hauptumsteigestationen):

  • Linie A Oberricklingen/Empelde - Kröpcke - Hauptbahnhof - Lahe/Fasanenkrug (Tunnel Waterloo - List)
  • Linie B Langenhagen/Vahrenheide -Hauptbahnhof - Kröpcke - Messe/Laatzen (Tunnel Werderstr. - Engesohde)
  • Linie C Stöcken - Steintor - Kröpcke - Aegi - Marienstr. - Misburg/Kirchrode (Tunnel Lange Laube - Braunschweiger Platz)
  • Linie D Harenberg - Limmer - Steintor - Hauptbahnhof - Marienstr. Kronsberg (Tunnel Goetheplatz - Bismarckbahnhof)


Zentrale Umsteigepunkte sollen werden:
  • Station Kröpcke (Linien A-B-C)
  • Station Hauptbahnhof (Linien A-B-D)
  • Station Aegi (Linien B-C)
  • Station Steintor (Linien C-D)
  • Station Marienstr. (Linien C-D)



Bis heute sind nur die Tunnelstrecken der Linien A, B und C fertiggestellt worden. Damit ist die Station Kröpcke der zentrale Umsteigepunkt im hannoverschen Stadtbahn-Netz, an dem sich alle Linien kreuzen. Die Stationen Hauptbahnhof und Aegi sind Umsteigestationen von immerhin jeweils zwei Linien; Steintor und Marienstraße jedoch nur einfache Stationen im Untergrund.

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