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Stadtbahn Hannover

Linie A

Geschichte der Linie A

Die Linie A war als Verbindung zwischen Linden-Süd und der List geplant. Der Tunnel sollte im Süden in Höhe der Kaisergabel starten und bis hinter den Lister Platz Höhe Hammersteinstraße geführt werden. In Höhe Waterlooplatz sollte ein Abzweig Richtung Glocksee/Schwarzer Bär gebaut werden.

Die konkreten Baupläne sehen einen Tunnel zwischen der Rampe in der Gustav-Bradtke-Allee und der Wedekindstraße in der List vor. Der Bau der Linie A begann im November 1965 mit der Rampe in der Gustav-Bradtke-Allee. Hier entstand eine Gleisverbindung sowohl zum Betriebshof Glocksee (via Humboldtstr.) als auch in Richtung Oberricklingen und Empelde.

Am Ende des Tunnels erfolgt jeweils über Rampen Anschluss an das vorhandene Straßenbahnnetz. Im Juni 1967 folgt die erste Tunnelstation Waterloo, die gleich als viergleisige Station errichtet wird. Die inneren Gleise sind für die Strecke Richtung Rampe gedacht, die äußeren Gleise für eine spätere Verlängerung nach Ricklingen und Linden. Die jeweils äußeren Gleise werden aber erst seit Mai 1999 für die Strecke über die Legionsbrücke genutzt.

Es schliesst sich die Strecke bis zur Leineunterquerung am Leineschloss an. Dieser Abschnitt einschließlich der Station Waterloo wird bis August 1969 fertig.

Seit August 1968 frisst sich die U-Bahn unter der Leine hindurch bis in das Herz der Stadt zum Kröpcke. Im November 1969 ist dieser Abschnitt im Rohbau einschließlich der Station Markthalle fertiggestellt.

Im November 1968 beginnt der Tunnelbau jenseits des Hauptbahnhofes. Dort dröhnt der erste Rammschlag für die gleichnamige Station und die weitere Tunnelstrecke bis zum Weißekreuzplatz. Bereits ein Jahr zuvor hat der Rat der Stadt Hannover beschlossen, den Bau der Linie A bis in die Podbielskistraße (Hammersteinstr.) zu verlängern. Gleichzeitig sollen die Stationen Kröpcke und Hauptbahnhof für die später hinzukommenden Linien B und C ausgebaut werden.

1970 beginnen dann die Arbeiten am Kröpcke und unter dem Hauptbahnhof sowie an den Stationen Sedanstr./Lister Meile und Lister Platz.

Quelle: Broschüre <Stadtbahn Hannover - Linie A> der LH Hannover (p)1976



Quelle: Zeitschrift Unser Thema Juni 1967
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Am Kröpcke entsteht eine Baugrube, die sich bis 24 Meter unter das bestehende Straßenniveau hinzieht. Hier werden teils untereinander, teils nebeneinander insgesamt drei Stationen errichtet (je eine für die Linien A, B und C) sowie eine Verbindungsebene und die sog. Passerellenebene. Diese Passerelle ist in der -1 Ebene unterhalb der Bahnhofstraße angesiedelt und verbindet den Kröpcke mit dem Hauptbahnhof und dem dahinter liegenden Raschplatz. Dadurch sollen die Gebiete östlich des Bahnhofes besser an die Innenstadt angeschlossen werden.

Bei der Unterfahrung des Hauptbahnhofes ist zum einen das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude abzufangen. Zum anderen müssen alle Bahnsteige nacheinander abgetragen werden, um den Tunnel darunter errichten zu können. Als Ausweichmöglichkeit wird ein siebter Bahnsteig errichtet, der den jeweils abgerissenen ersetzt.

Im März 1973 wird vom Rat beschlossen, die Stadtteile Mühlenberg (per Tunnel von Oberricklingen) und Lahe (oberirdisch von Buchholz) an das Netz anzuschließen. Die Strecke nach Lahe soll mit Inbetriebnahme der Gesamttunnels freigegeben werden.

Zwischenzeitlich hat sich der Begriff "U-Bahn" relativiert. In Hannover wird keine reine U-Bahn zum Einsatz kommen, wie z.B. in Hamburg oder München. Hier wird eine Mischung aus Straßenbahn und U-Bahn eingesetzt. Seit Mitte der 70er Jahre spricht man in diesem Zusammenhang von einer Stadtbahn.

Im Juni 1975 ist der gesamte Tunnel im Rohbau fertig. Ab August trainieren die ersten Fahrer auf der Tunnelstrecke von Waterloo bis zum Kröpcke mit den neuen Bahnen.

Am 28. September 1975 ist es endlich soweit. Nach fast 10 Jahren Bauzeit wird der erste Tunnelabschnitt feierlich eröffnet. Auf der A-Süd-Strecke von Oberricklingen bis Hauptbahnhof verkehrt die erste U-Bahn-Linie Hannovers, die Linie 12.

Ein halbes Jahr später, am 4.4.1976 wird auch die Strecke der A-Nord und somit der gesamte Tunnel der Linie A mit sechs Tunnelstationen freigegeben. Es fahren die Linien 3 von Lahe nach Oberricklingen und die Linie 7 vom Fasanenkrug nach Oberricklingen. In Lahe entsteht eine Umsteigeanlage zu den Bussen ins nordöstliche Umland sowie in Richtung Misburg. Außerdem ist hier ein großer Park&Ride-Parkplatz entstanden, der die Autofahrer zum Umsteigen animieren soll. Die Strecke zum Fasanenkrug wird zweigleisig ausgebaut; in Bothfeld wird eine neue unabhängige Ortsdurchfahrt gebaut.

Verlängerung Mühlenberg

Quelle: HAZ vom 18.02.1975
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Am 25.9.1977 wird die Linie A bereits verlängert. Der neue Stadtteil Mühlenberg wird unterirdisch von Oberricklingen an das Netz angebunden. Endstation ist jetzt die siebte Untergrundstation "Mühlenberg".

Bild aus Google-Maps mit eigenen Ergänzungen

Ab Mai 1977 erhält der südliche Citytunnel der A-Linie einen Linienzuwachs. Im Zuge der Freigabe des B-Nord-Tunnels wird die Linie 19 von Vahrenheide kommend über Waterloo und Schwarzer Bär nach Empelde (Strecke A-West) geführt. In 1978 werden auf dieser Strecke besondere Bahnkörper zwischen Empelde und Badenstedt gebaut; in 1979 wird die neue Umsteigestation Empelde eröffnet, die die Busse ins westliche Umland an das Netz anbindet.

Die nächste Streckenverlängerung hat sich bis 1999 hingezogen. Hier wurde am 29. Mai 1999 auf der Strecke A-Süd eine kurze Tunnelstrecke vom Waterlooplatz direkt zur Legionsbrücke freigegeben, die den Linien 3 und 7 den Umweg über Schwarzer Bär und somit gut 5 Minuten erspart. Gleichzeitig wurde die Strecke A-Süd von Mühlenberg oberirdisch nach Wettbergen mit Zwischenstop Tresckowstraße verlängert.

Zur Fußball-WM 2006 tut sich wieder einiges auf den oberirdischen Strecken der A-Linien. Diese Linie gehört zu den am stärksten belasteten Strecken im Netz. Im Hinblick auf die Fußball-WM will man die Strecke auch für die neuen Silberpfeile befahrbar machen. Im Berufsverkehr und zu Großveranstaltungen in der Stadt können dann auch 3-Wagen-Züge eingesetzt werden. Darüber hinaus will man so schnell wie möglich an allen Haltestellen Hochbahnsteige errichten. Vorhandene Bahnsteige müssen auf eine Länge von ca. 70 Meter erweitert werden, damit auch 3-Wagen-Züge eingesetzt werden können. Aus finanziellen Gründen wurden bis Juni 2006 nicht an allen Haltestellen Hochbahnsteige errichtet. Die letzten Umbauten/Neubauten fanden erst in 2008 statt. Gleichzeitig musste in bestimmten Abschnitten der Gleisabstand erweitert werden, um den breiteren Zügen Raum zu schaffen. Die TW 2000 haben eine Wagenbreite von 2,65 m im Gegensatz zu den Zügen der Reihe TW 6000 mit nur 2,40 m Breite.

Parallel wurde nach gut 2-jähriger Bauzeit am 11.6.2006 die Linie 3 auf der A-Nord um ca. 4,6 km verlängert. Insgesamt wurden sieben neue Hochbahnsteige nach gleichem Muster errichtet. Die alte Wendeschleife in Lahe wurde aufgegeben und stattdessen ein normaler Hochbahnsteig auf der Podbielskistr. errichtet. Neben der Strecke nach Altwarmüchen wurde noch ein kurzes Kehrgleis in der Misburger Str. gebaut.

Die Verlängerung der Linie A-Nord nach Altwarmbüchen, also über die Stadtgrenze von Hannover hinaus in die benachbarte Gemeinde Isernhagen mit ihrem größten Ortteil Altwarmbüchen hat sich sich lange hinausgezögert. Erste Planungen bestanden schon in den 70er Jahren.

Am 12.12.2010 wurde die Streckenverlängerung nach Misburg/Nord (offiziell "Schierholzstraße") mit einjähriger Verzögerung feierlich eröffnet. Nunmehr fährt die Linie 7 regelmäßig auf der Strecke Wettbergen - Schierholzstr. Im nächsten Jahr soll dann die Verlängerung bis Misburg/Meyers Garten in Angriff genommen werden

Nach der Eröffnung der Misburger Strecke fahren folgende Linien auf der A-Strecke:

U 3 (Altwarmbüchen - Wettbergen)
U 7 (Schierholzstraße - Wettbergen)
U 9 (Fasanenkrug - Empelde)

Die offizielle Linienbezeichnung wird ohne das vorangestellte "U" geführt. Ich habe diese Bezeichnung hier eingesetzt, um die Tunnellinien der Stadtbahn von den S-Bahn-Linien der Deutschen Bahn zu unterscheiden. Hier gibt es häufig Verwechselungen bei Ortfremden, die z.B. mit der S5 zum Flughafen wollen und dann in der Stadtbahnlinie 5 landen.
Vielleicht denkt man beim GVH oder der üstra einmal darüber nach, hier tätig zu werden.

In den folgenden Kapiteln werden zuerst die innerstädtischen Tunnelstrecken und anschließend die verschiedenen Äste vorgestellt. Am Ende folgen aktuelle Planungen und Neuigkeiten.

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