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Geschichte

Beginn des U-Bahn-Baues

Am 16. November 1965 ist es endlich soweit: Am Waterlooplatz wird der erste Rammschlag gesetzt. Dort wird eine Rampe zum Anschluss des Tunnels an das bestehende Schienennetz gebaut.



In den Jahren 1966/67 holt auch Hannover die große Rezession ein. Alle größeren Bauprojekte werden vorerst eingestellt, so auch der U-Bahn-Tunnel, von dem gerade einmal 10 Meter fertiggestellt sind.

Ab Juni 1967 geht es weiter mit dem Bau. Zugleich übernimmt der Bund durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz 50 Prozent der Baukosten. Im Juli 1968 wird mit dem Land Niedersachsen ein Vertrag geschlossen, der die Übernahme von 25 % der Baukosten vorsieht. Somit verbleiben nur noch die restlichen 25 % der Baukosten bei der Stadt Hannover. An diesem Beispiel erkennt man das finanziell schwache Land Niedersachsen. In anderen Bundesländern ist der Landesanteil noch höher. Die Kommunen werden z.B. in München oder im Ruhrgebiet noch stärker entlastet.

Im Juni 1967 gibt die Landeshauptstadt Hannover eine Broschüre im Rahmen der Reihe "Unser Thema" zum U-Bahn-Bau heraus, die ich hier hochgeladen habe. Hierin werden nochmals die Gründe für den Bau einer U-Bahn in Hannover aufgeführt.




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Ein wichtiger Bestandteil der Planungen waren auch die Tunnelmaße. In Deutschland waren Anfang der 60er Jahre nur zwei echte U-Bahn-Systeme in Betrieb (Berlin und Hamburg). Darüber hinaus gab es erste fertige Stadtbahntunnel in Frankfurt und Köln sowie diverse Neuplanungen. Für die Tunnelmaße sind neben den geplanten Geschwindigkeiten auch die einzusetzenden Züge sowie der Verlauf der Tunnel im Straßenraum zu berücksichtigen. In Hannover plante man den Großteil der Tunnel unter bestehenden Straßen zu bauen; nur in Ausnahmefällen wollte man bebautes Gebiet unterfahren (B-Nord und C-Ost). Nach vorübergehendem Einsatz von umgebauten Straßenbahnzügen sollten später richtige U-Bahnwagen eingesetzt werden. Hier orientierte man sich an den neuen Münchener U-Bahnwagen mit einer Breite von 2,90 m. Nachfolgend eine Übersicht der Tunnelmaße und der Grundlagen in Hannover:

Trassierungselemente
max. Geschwindigkeit V[km/h] : 70
Mindestradius R [m] : 180
max. Gleisüberhöhung Ü[cm] : 15
max. Seitenbeschleunigung b[m/s²] : 1,0
max. Streckenneigung s[%] : 4,0

Bahnhofsanlagen
Bahnsteiglänge l[m] : 103
min. Bahnsteigbreite/Seitenlage[m] : 3,5
min. Bahnsteigbreite/Mittellage[m] : 6
Bahnsteighöhe [cm] : 85


Vergleichswerte anderer U-Bahn bzw. Stadtbahnsysteme in Deutschland sind auf der Seite Dies und Das/Statistiken zum Netz aufgezeigt



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Quellen der beiden Fotos auf dieser Seite:
"Unser Thema" Zeitschrift für die Bürger der Stadt Hannover aus Juni 1967

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