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Linienast D-West

Quelle: openstreetmap.org bei wikipedia.de
Quelle für Grafik: © Von Jeremiah21 - Eigenes Werk, background: OpenStreetMap data, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9517782

In diesem Kapitel wird der aktuelle Zustand (Februar 2022) der Strecke D-West nach Ahlem vorgestellt; beginnend am Goetheplatz. Aktuelle Änderungen werden sukzessive eingefügt.

Auf dem gesamten D-West-Ast können keine 3-Wagen-Züge eingesetzt werden, da die Hochbahnsteige nur max. 45 m lang gebaut werden dürfen. Hier haben sich seinerzeit die Grünen und diverse Bürgerinitiativen durchgesetzt. Dafür müssen die Züge in kürzeren Abständen fahren. Sehr unwirtschaftlich und aus meiner Sicht auch nicht förderlich für die überall geforderte Verkehrswende.

Station Glocksee

Nach Verlassen der Station Goetheplatz und Teilumrundung des Platzes führt die Trasse weiter über die Braunstraße bis kurz vor die Kreuzung mit der Königsworther Straße. Im Rahmen des Projektes 10/17 (Goetheplatz - Hauptbahnhof/Raschplatz) wurde auch die Strecke vom Goetheplatz zur Glocksee ausgebaut. Hier entstandt ein separater Gleiskörper und ein Mittelhochbahnsteig an alter Stelle mit einer Länge von 70 m (!), damit auch Langzüge auf dem Weg vom Betriebshof Glocksee in den A-Tunnel und umgekehrt hier halten können. Die Freigabe erfolgte am 01.12.2023, die offizielle Eröffnung findet am 05.12.2023 statt.

Geradeaus geht es direkt zum Hauptbetriebshof der Üstra. Die Strecke nach Ahlem zweigt in Richtung Westen ab. Über die Ihmebrücke geht es auf separatem Gleisbett bis zum Küchengarten.


Aktuelle Ansicht des Hochbahnsteiges der Station Glocksee kurz vor der Freigabe © 09/2023

Haltestelle Am Küchengarten

Gleich am Beginn der Limmerstraße liegt die Haltestelle Küchengarten. Dieser Bereich der Straße ist als reine Fußgängerzone ausgebaut. Fahrgäste können also fast ungehindert ein- und aussteigen, allerdings noch über Trittstufen.

Nach langer Diskussion mit allen Beteiligten sind im März 2022 von der Region die Beschlüsse gefasst worden, ein Planfeststellungsverfahren für den neuen Hochbahnsteig in alter Lage der Haltestelle einzuleiten. Die Pläne wurden im Rahmen einer Broschüre ("Nachbarschaftsgleis") der infra vorgestellt.

Haltestelle Leinaustraße

Die Strecke führt weiter mittig auf der Limmerstraße, welche teilweise reine Fußgängerzone ist, teilweise aber auch vom Anliegerverkehr genutzt werden kann. Hinter der Einmündung der Leinaustr. liegt die nächste gleichnamige Haltestelle.

Auch für diese Station wird ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Der neue Hochbahnsteig soll etwas weiter westlich zwischen Leinaustr. und Pfarrlandstr. errichtet werden. Die Pläne wurden ebenfalls im Rahmen einer Broschüre ("Nachbarschaftsgleis") der infra vorgestellt.

Haltestelle Ungerstraße (künftig: Freizeitheim Linden)

Ab Kötnerholzweg ist die Limmerstraße wieder eine Ausfallstraße mit entsprechendem Autoverkehr. Die nächste Haltestelle Ungerstr. liegt mitten auf der Straße.


Haltestelle Ungerstraße - Ansicht der Haltestelle © 2/2022

Die Infra hat im November 2020 folgende Pläne für den Ausbau der Station veröffentlicht. Der neue Mittelhochbahnsteig soll zwischen der Röttgerstr. (auf dem Foto in Höhe des Busses zu sehen) und der Abfahrt des Westschnellweges errichtet werden.

Am 12.04.2021 erschien in der HAZ ein Artikel zu den geplanten Baumaßnahmen.

Seit Sommer 2021 wird an den Leitungen unter dem künftigen Bahnsteig gearbeitet, seit Sommer 2022 an den Gleisanlagen, die unter laufendem Betrieb aufgeweitet werden müssen, um Platz für den neuen Mittelhochbahnsteig zu schaffen. Teilweise ist die Strecke nur eingleisig befahrbar.

Ende September 2023 wurden ebenfalls im laufenden Betrieb die Elemente des Hochbahnsteiges eingesetzt. Der weitere Ausbau wird sich noch einige Monate hinziehen. Üstra und infra planen eine Inbetriebnahme im Frühjahr 2024. Die Station soll nach Angben des GVH dann nach dem "Freizeitheim Linden" benannt werden, welches direkt am neuen Mittelbahnsteig liegt.


Haltestelle Ungerstraße - Ansicht während der Bauphase © 9/2023

Station Wunstorfer Straße

Ab Höhe Freizeitheim Linden ist die Straße breit genug für ein separates Gleisbett der Bahn. Allerdings gibt es diverse Ampelanlagen an den Auffahrten zum Westschnellweg und an der Kreuzung Wunstorfer Str. Hier biegt die Strecke nach Norden ab um direkt die nächste Haltestelle anzufahren. Im Dezember 2018 wurde der neue Mittelhochbahnsteig eröffnet. Danach teilt sich die Bahn die Straße wieder mit dem Autoverkehr.


Station Wunstorfer Straße - Ansicht in Richtung Limmer © 4/2020

Haltestelle Harenberger Straße

Weiter führt die Strecke durch die Wunstorfer Str. bis die Straße in die Harenberger Str. übergeht. Hier ist nur reiner Anliegerverkehr zugelassen. Nach wenigen Metern ist die nächste Haltestelle mit Tiefbahnsteigen gelegen. Aufgrund der Enge der Straße gibt es hier keine separaten Bahnsteige, sondern man kann direkt vom Bürgersteig in die Bahn einsteigen. Wann hier ein Hochbahnsteig errichtet wird, ist noch offen - sicher einer der letzten im Netz.


Haltestelle Harenberger Straße - Ansicht der Station mit Wartebereich © 11/2023

Station Brunnenstraße (vorm. Limmer/Schleuse)

Am Ende der Harenberger Str. - in Höhe der ehemaligen Endschleife an der Brunnenstraße - liegt die nächste Station. Diese wurde im Rahmen des Ausbaus nach Ahlem in 1993/94 bereits mit Hochbahnsteigen ausgestattet. Auf dem Gelände der alten Schleife wurde ein P&R-Parkplatz angelegt.


Station Brunnenstr. - im Hintergrund führt die Strecke nach rechts in Richtung Ahlem © 11/2023

Gleich hinter der Station führt die separate Bahnstrecke in einer scharfen Rechtskurve parallel zum Lindener Stichkanal, um diesen dann nach wenigen 100 Metern auf einer separaten Brücke zu überqueren. Die Strecke führt weiter über die Güterumgehungsbahn und kreuzt die Carlo-Schmidt-Allee ebenerdig.

Station Erhartstraße

Hinter der Kreuzung fährt die Bahn in die nächste Station Erhartstraße, welche ebenfalls mit seitlichen Hochbahnsteigen errichtet wurde. Ein P&R-Parkplatz ergänzt die Station.


Station Erhartstr. - mit Blick Richtung Ahlem © 11/2023

Station Ahlem

Die Strecke führt weiter nach Westen nördlich der Heisterbergallee auf separatem Bahnkörper bis kurz vor die Kreuzung mit der Richard-Lattorf-Straße. Hier ist die Endstation mit Seitenhochbahnsteigen und Umsteigemöglichkeit zu den hier verkehrenden Buslinien angelegt worden. Westlich der Kreuzung ist noch eine Abstell- und Wendeanlage errichtet worden. Eine Verlängerung nach Westen ist nach Bedarf möglich (westliches Ahlem bzw. Velber), steht aber aktuell nicht zur Diskussion.


Endstation Ahlem - Blick aus Osten auf zwei Züge an den Bahnsteigen © 11/2023


Endstation Ahlem - Blick aus Richtung Westen auf einen ankommenden Zug © 11/2023




Verbindungsstrecke zur A-Linie



Sowohl historisch bedingt als auch als Zufahrt vom Hauptbetriebshof der Üstra an der Glocksee zum Tunnel der A- und B-Linien ist die Strecke vom Goetheplatz durch die Humboldtstraße bis zur Gustav-Bratke-Allee weiterhin in Betrieb. Nach Freigabe der Verlängerung des A-Tunnels vom Waterlooplatz in Richtung Siloah-Krankenhaus wurde der Bereich Schwarzer Bär nicht mehr aus Ricklingen und Linden-Süd direkt bedient. Um hier eine Verbindung herzustellen, wurde die Linie 17 von der Wallensteinstraße über Schwarzer Bär - Humboldtstr. - Goetheplatz bis zum Hauptbahnhof/ZOB (früher bis Aegi) eingerichtet. Hier verkehren nur Einzelwagen in der Hauptverkehrszeit (MO-FR 6-21 h sowie am Wochenende 12-18 h).

Station Humboldtstraße

Vom Goetheplatz kommend führt die Trasse auf einem separaten Bahnkörper mittig auf der Humboldtstraße. Vor der Kreuzung Calenberger Str. liegt die Station Humboldtstraße mit einem am 11.12.2020 freigegebenen Mittelhochbahnsteig. Hier werden die Calenberger Neustadt und das Krankenhaus Friederikenstift erschlossen.


Station Humboldtstraße - Ansicht in Richtung Norden © 3/2022

Weiter führt die Strecke bis zur Kreuzung mit der Gustav-Bratke-Allee. Hier ist über ein Gleisdreieck sowohl die Rampe zum A-Tunnel als auch die Strecke über die Ihme zum Schwarzen Bären erreichbar.

Station Schwarzer Bär

Auf der anschließenden Brücke über die Ihme ist im Rahmen des seinerzeitigen Neubaues der Ihmebrücke seit September 2013 ein neuer Mittelhochbahnsteig in Betrieb. Hier halten die Linien U9 und der 17. Aktuell geht es weiter vorbei am Schwarzen Bären. Die Strecke der A-West biegt in die Falkenstr. in Richtung Empelde ab (U9).


Station Schwarzer Bär - Blick vom östlichen Ende der Station in Richtung Schwarzer Bär © 3/2022

Die Trasse der Linie 17 führt geradeaus in die Deisterstr./Ricklinger Str. Stadtauswärts lag eine Haltestelle vor dem alten Lindener Rathaus im Straßenniveau, die zwischenzeitlich aber aufgehoben wurde. Die Strecke führt weiter durch die Ricklinger Str./Auestr. - hier auf teilweise abgetrenntem Fahrweg - bis zur Ritter-Brüning-Str. Hier mündet die Trasse in die Gleise der Linie A in Richtung Ricklingen/Wettbergen.

Anmerkung

Durch die Unentschlossenheit der hannoverschen Politik sowie die restriktive Zuschussvergabe der Landesregierung Anfang der 90er Jahre konnte nach Fertigstellung der letzten Tunnelstrecke in die Nordstadt (C-Nord) lediglich die Ausbaustrecke nach Ahlem verwirklicht werden.

Die jetzige Ausbaulösung für die D-West ist nur eine halbgare Alternative, die nicht zukunftsfähig ist. Kurze Bahnsteige mit max. 45 m Länge lassen nur 2-Wagen-Züge zu. Diese Kapazität reicht für eine geforderte und notwendige Verkehrswende hinten und vorne nicht aus. Und wie sollen künftige Neubaugebiete, wie z.B. die Wasserstadt in Limmer an das System angebunden werden, wenn doch jetzt schon aufgrund des kurzen notwendigen Taktes eine Verdichtung ausgeschlossen ist?

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