Linienast A-Süd
In diesem Kapitel wird der Zustand per 12/2023 der Strecke A-Süd vorgestellt; beginnend am Tunnelende an der Legionsbrücke. Aktualisierungen werden sukzessive eingefügt.
Die Strecke der A-Süd wird unterteilt in:
Stammstrecke Allerweg - Wallensteinstraße
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Aus dem Tunnel hinter der Station Waterloo kommend führt die Strecke über eine Rampe an die Oberfläche, die ab der Ihmebrücke
erreicht wird. Sie führt dann über die Kreuzung mit der Auestraße - hier münden die Schienen der Linie 17 vom Schwarzen Bären
kommend - in die Station Allerweg.
Station Allerweg
Diese Station wurde als Hochbahnsteig mit zwei Seitenbahnsteigen mittig auf der Ritter-Brüning-Straße liegend zwischen der
Auestraße und dem Allerweg angelegt. Die Einweihung der Hochbahnsteige erfolgte - wie bei der Station Stadionbrücke - mit
Freigabe des neuen Tunnels Legionsbrücke am 29.05.1999.
Station Stadionbrücke
Die Gleise werden auf eigenem Gleiskörper bis zur nächsten Station Stadionbrücke geführt. Die Station wurde mit einem breiten
Mittelbahnsteig angelegt, um bei Veranstaltungen im nahegelegen Stadion genügend Platz zu bieten.
Leider hat die Station nur einen Zugang an der Straßenkreuzung und dieser ist straßenbündig und ampelgesichert
ausgeführt. Bei größeren Veranstaltungen im Stadion wird zwar am südlichen Ende der zweite Zugang geöffnet, trotzdem ist die
Station hierfür viel zu klein ausgeführt.
Hinter der Station befindet sich eine Wende- und Abstellanlage. Die Strecke führt weiter auf eigenem Gleiskörper bis zur
nächsten Station.
Station Bahnhof Linden/Fischerhof
Diese zur Fußball-WM 2006 neu erbaute Station liegt unterhalb der Bahnstrecke. Hier kann direkt von der bzw. in die S-Bahn
umgestiegen werden. Dazu wurde nach Verbreiterung der Eisenbahnbrücke ein Mittelbahnsteig errichtet, der im Süden bis zur
Straße Im Lämpchen reicht. Die vorher vorhandenen Haltestellen Fachhochschule und Friedrich-Ebert-Platz wurden ersatzlos aufgehoben.
Station Schünemannplatz
Weiter führt die Strecke im Zuge des Ricklinger Stadtweges bis zur neu gebauten Station Schünemannplatz, welche nördlich der Kreuzung mit
der Pfarrstraße liegt. Hier wurde aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse ein Mittelbahnsteig errichtet und am 7. Dezember 2008
zusammen mit der Station Am Sauerwinkel als letzte Hochbahnsteige auf der A-Süd freigegeben.
Station Beekestraße
Diese Station wurde am 3. Mai 2006 ebenfalls als Mittelhochbahnsteig eröffnet. Sie liegt zwischen dem Schulwinkel und der Beekestraße.
Hinter der Station verschwenkt die Trasse auf die nördliche Seite des Ricklinger Stadtweges, überquert die Bundesstraßen 6/65 mithilfe einer
Brücke und mündet in die 2006 hierhin verlegte Station Wallensteinstr.
Station Wallensteinstraße
Diese Station wurde mit seitlichen Hochbahnsteigen gebaut und von der ursprünglichen Lage westlich der Kreuzung mit der
Göttinger Chaussee auf die östliche Seite verlegt.
Hinter der Station zweigen die Äste nach Wettbergen und Hemmingen ab. Hierzu wurde erst im September 2023 eine Weichenanlage eingebaut.
Wettberger Ast
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Die Strecke von der Beekestraße westwärts bis zur ehemaligen Endschleife Oberricklingen (heute etwa in Höhe des Tunnelbeginns
in Richtung Mühlenberg) wurde im November 1956 auf separatem Bahnkörper eröffnet und konnte somit problemlos auf den
Stadtbahnverkehr ab 1975 umgestellt werden.
Hinter der Göttinger Chaussee ist mittig zwischen den Richtungsgleisen eine Kehranlage errichtet
worden, an denen derzeit die Linie 17 endet.
Station Bartold-Knaust-Straße
Die Gleise führen weiter in nördlicher Randlage bis zur Station Bartold-Knaust-Straße, welche östlich der gleichnamigen Straßenkreuzug
mit seitlichen Hochbahnsteigen in 2003 angelegt wurde.
Station Am Sauerwinkel
Gleich hinter der Kreuzung Wallensteinstr./Am Sauerwinkel wurde im Dezember 2008 die neue Station mit ebenfalls seitlichen Hochbahnsteigen
eröffnet.
Rampe Oberricklingen
Etwa in Höhe des Stemmer Weges führt die Strecke in einen Tunnel, welcher am 25.09.1977 in Betrieb genommen wurde. Hier befand sich bis dahin
die Endstation Oberricklingen mit einer engen Wendeschleife.
Station Mühlenberger Markt
Nach ca. 500 m wird die Tunnelstation Mühlenberg - seit der Umbenennung in 2010 Mühlenberger Markt genannt - erreicht.
Diese erschließt den zentralen Bereich des in den 70er Jahren neu angelegten Stadtteils. Hier sind nach hannoverschem Standard
Seitenbahnsteige angelegt worden. Bis Mai 1999 war hier Endstation auf der A-Süd. In dem hinter der Station liegenden Tunnelteil
konnten die Züge über eine Weiche wenden und wieder zurück nach Hannover fahren.
Station Tresckowstraße
Am 29. Mai 1999 wird zusammen mit der Verlängerung des Innenstadttunnels zur Legionsbrücke auch die Verlängerung nach Wettbergen in
Betrieb genommen. Nach ca. 300 Metern Tunnelstrecke, welche bisher als Wendeanlage genutzt wurde, erreicht die Strecke über eine Rampe wieder
das Tageslicht und mündet gleich in die Station Tresckowstraße vor der Kreuzung mit der gleichnamigen Straße. Hier wurden zwei
Seitenbahnsteige in Hochlage angelegt.
Station Wettbergen
Bis zur Endstation passiert die Strecke noch eine Abstellanlage und ein Weichenkreuz bevor die Strecke in einer großzügig angelegten
Stumpfendstation an der Kreuzung Hamelner Chaussee/Hauptstraße endet. Zwischen den beiden Gleisen wurde ein Mittelbahnsteig angelegt,
auf der westlichen Seite ein zusätzlicher Bahnsteig mit direkter Anbindung an die hier endenden Buslinien (Spanische Lösung!).
Gleichzeitig ist ein kleiner P&R-Parkplatz entstanden.
Folgende Broschüre erschien damals zur Eröffnung der Verlängerung Wettbergen vom KGH und der Üstra.
Hemminger Ast
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Die neueste Strecke der Stadtbahn Hannover zweigt seit Eröffnung dieses Astes am 09.12.2023 hinter der Station Wallensteinstraße nach
Süden ab und verläuft mittig auf der Göttinger Chaussee - größtenteils auf eigenem Gleisbett. Kurz vor und hinter der Station "Unter
den Birken" gibt es kurze Abschnitte, welche sich die Stadtbahn mit dem Autoverkehr teilen muss.
Linienmäßig wird die Strecke von der U 13 erschlossen, welche von Hemmingen zum Fasanenkrug führt und dort den nordöstlichen Teil der
ehemaligen U 9 übernimmt. Die U 9 fährt nur noch von Empelde kommend bis zum Hauptbahnhof. Für mich ist die Linienführung nicht
nachvollziehbar, da somit auf der neuen Hemminger Strecke nur Wagen mit Klapptrittstufen (TW 6000 und TW 2000) eingesetzt werden
können und nicht die neuen TW 3000 oder demnächst TW 4000. Auf dem Bothfelder Ast fehlen noch drei Stationen mit Hochbahnsteigen. Man
hätte die U 9 auf der alten Strecke fahren lassen sollen, da beide Äste noch diverse Niedrigbahnsteige aufweisen. Die neue U 13 sollte
dann zwischen Hemmingen und dem Hauptbahnhof pendeln.
Station Unter den Birken
Die erste Station der neuen Strecke mit Mittelbahnsteig - wie alle Stationen auf diesem Ast - erstreckt sich zwischen der Schnabelstr. und
der Tillystr./Unter den Birken. Die Gleise liegen allerdings auf beiden Seiten im Straßenbereich. Hoffentlich kommt es hier nicht zu Behinderungen
durch fahrende oder im Stau stehende Autos.
Station Stadtfriedhof Ricklingen
Die nächste Station ebenfalls mit Mittelbahnsteig erstreckt sich zwischen den Friedhofsparkplätzen und dem Haupteingang zum Friedhof.
Die Strecke hat hinter der Auffahrt zur Bundesstraße einen Gleiswechsel erhalten. Danach führen die Gleise weiter unter der neuen B3 hindurch und erreichen die Stadtgrenze Hemmingen.
Station Hemmingen/Saarstraße
Die nächste Station wieder mit Mittelbahnsteig erstreckt sich südlich der Saarstr.
Hinter der Station wird das südwärts führende Gleis gleichzeitig vom Individualverkehr mitbenutzt, da die Straßenbreite kein eigenes Gleisbett hergibt. Hier hätte ansonsten in Grundstücke eingegriffen werden müssen.
Station Hemmingen/Zentrum
Die nächste Station liegt vor der Kreuzung mit dem Kirchdamm. Hier hat das stadtauswärts liegende Gleis ein eigenes Gleisbett, dafür
fährt der Autoverkehr Richtung Hannover direkt über die Schienen. Wenn gleichzeitig eine Stadtbahn und ein Bus an der Station halten,
gibt es für den Individualverkehr kein Durchkommen.
Hinter der Station führen beide Gleise wieder auf vollständig eigenem Gleisbett weiter bis hinter die Kreuzung Berliner Straße.
Station Hemmingen/Berliner Straße
Die nächste Station liegt hinter der Kreuzung mit der Berliner Str.
Hinter der Station führen beide Gleise weiter auf eigenem Gleisbett bis zur Endstation.
Station Hemmingen
Hinter der Kreuzung der Weetzener Landstr. zweigt die Strecke nach links (Osten) ab in eine große Endstation. Die Gleise liegen aufgeweitet
mit direkten Umsteigemöglichkeiten auf die Busse ins Umland bzw. aus dem Umland. An den Außenkanten der Bahnsteige liegen die Gleise
der Stadtbahn, zwischen den Bahnsteigen halten die Busse. Gleichzeitig wurden ein großer P&R-Parkplatz sowie eine Fahrradabstellanlage
errichtet.
Hinter der Endstation ergänzt eine großzügige Wende- und Abstellanlage die Strecke.
Von hier aus könnte die Strecke eines Tages weiter nach Arnum geführt werden. Warten wir die Planungen und die Kassenlage der öffentlichen Geldgeber (Bund/Land/Region) ab. Siehe zu diesem Thema auch die Seite Projekte.
Weitere Informationen zur Planung und zur Eröffnung der Strecke nach Hemmingen sowie diverse Bilder finden sie im
Exkurs zur Stadtbahn Hemmingen.
Anmerkung
Die Strecke der A-Süd ist anfangs - nach dem Tunnelende - noch als besonderer Bahnkörper angelegt und somit recht unabhängig vom
Individualverkehr. Lediglich an Ampelanlagen kann es zu geringen Verzögerungen kommen, obwohl die Züge sich eine Vorrangschaltung
anfordern können.
Im Zuge des Ricklinger Stadtweges - beginnend ab Station Fischerhof - muss sich die Stadtbahn jedoch den engen Straßenraum mit dem
laufenden und parkenden PKW-Verkehr teilen, was leider immer wieder zu Verzögerungen führt. Erst ab der Station Beekestraße fährt die Bahn
wieder auf einem separaten Bahnkörper. Warum hier und im Zuge der Wallensteinstraße der besondere Bahnkörper nicht komplett
eingezäunt wurde und somit eine unabhängige Gleisanlage geschaffen wurde, bleibt von den Planern unbeantwortet.
Vom Tunnelausgang vor der Station Tresckowstr. bis zum Endpunkt sind die Gleisanlagen dann als unabhängige Bahnkörper ausgebaut.
Auf dem Hemminger Ast liegen die Gleise überwiegend auf eigenem Gleisbett. Insbesondere in Hemmingen nutzt der Individualverkehr
die Strecke aber mit. Hoffen wir, dass durch intelligente Ampelschaltungen unnötige Behinderungen der Stadtbahn vermieden werden.
