Geschichte
In der Sitzung des Verkehrsausschusses am 20.08.2026 wird eine Beschlussdrucksache vorgelegt, die weitere Planungskosten absegnen soll. Zur Ermittlung der genauen Planungskosten müssen weitere Gutachten eingeholt werden, u.a. zur Anpassung der Busumsteigeanlage, der Autobahnbrücke sowie städtplanerische Wünsche der Stadt Garbsen zur Gestaltung der Fläche zwischen Rathaus und Shopping Plaza.
Am 29. September 2025 schreibt die HAZ in einem Artikel, dass die Stadt Garbsen und die Region einen Ideenwettbewerb für die künftige Endstation initiiert haben. Man will damit ein „architektonisches Zeichen“ in der Stadt setzen. Zum Jahreswechsel 2025/26 soll der Wettbewerb starten.
Im März 2025 wird zwischen der Region, der infra und der Stadt Garbsen eine Vereinbarung zum Stadtbahnausbau geschlossen. Dieser beinhaltet die Kostenverteilung sowie eine Rahmenvereinbarung.
Im Januar 2005 empfiehlt die Regionsverwaltung die Verlängerung der C-West zum Rathaus in Garbsen. Durch den Bau der Strecke könnten optimalerweise bis zu 420.000 Euro/Jahr gegenüber dem heutigen Busverkehr eingespart werden. Machbarkeitsuntersuchungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen belegten die Sinnhaftigkeit des Projektes.
Am 24.10.2024 teilen Region, Stadt Garbsen und die Infra Hannover mit, dass es mit den Planungen weitergeht. Näheres ist weiter unten zu finden.
Im Januar 2024 teilt die Infra Hannover über ihren Facebook-Account mit, dass man vor großen Herausforderungen stehe. Die Brücke über die A2 muss ohne Vollsperrung der Autobahn errichtet werden, was die Kosten nach oben treibt und die Wirtschaftlichkeit beeinflusst. Warum müssen die Zusatzkosten von der Region getragen werden, wenn die Vorgaben von der Autobahn GmbH stammen?
Im Juni 2021 wurde von der Region mitgeteilt, dass das Projekt nunmehr in die entscheidende Phase geht. In 2023 soll das Planfeststellungsverfahren eröffnet und abgeschlossen werden, Anfang 2024 sollen die Ausschreibungen erfolgen und in 2025 Baubeginn sein. Seitdem hört man nichts mehr von dem Projekt. Hier der damalige HAZ-Artikel vom 02.06.2021.
Darüber hinaus gibt es laut einem Zeitungsbericht Probleme bei diversen Wohnhäusern: Hier soll die Trasse direkt an den Gärten entlang geführt werden, was für Aufruhr gesorgt hat.
Bis Mai 2020 tat sich aber nichts. Dann wurde von der Region ein Beschluss vorgelegt, weitere Kosten für die Entwurfsplanung zu übernehmen.
In den Jahren 2013/14 wurde die Machbarkeitsstudie aktualisiert und in 2015 eine neue Wirtschaftlichkeitsberechnung vorgenommen. Der Nutzen-Kosten-Indikator betrug seinerzeit 1,36. Hiermit wurde der Nachweis erbracht, dass die Strecke wirtschaftlich ist. Die Gesamtkosten wurden mit ca. 19,6 Mio € veranschlagt. Die Voraussetzungen für einen Grundsatzbeschluss waren somit gegeben. Dieser wurde Anfang Juni 2016 beschlossen und somit gab es grünes Licht für die Verlängerung. Weitere Planungen sollten erfolgen.
Pläne
Hier eine Übersicht über die geplante Streckenverlängerung anhand der aktuellen Vorlage im Oktober 2024.
Die neue Strecke schließt direkt an die bisherige Endstation Garbsen an. Die Gleise biegen direkt nach Norden entlang der Straße Am Planetencenter ab, kreuzen dann die Straße Auf der Horst, führen dann östlich des Lidl-Marktes weiter, dann auf einer Brücke über die A2, um schließlich über den östlichen Parkplatz des Nord-West-Zentrums am Rathaus an der Kreuzung Berenbosteler Str./Meyenfelder Str. zu enden.
Zwei Stationen sollen auf der Strecke errichtet werden: Zum einen nördlich der Straße Auf der Horst (Station Uranushof) und zum anderen die neue Endstation Garbsen/Rathaus.
Aktuelle Aufnahmen
Bisheriger Endpunkt Garbsen
Hier am alten Endpunkt startet die neue Strecke mit einer Rechtskurve auf den Bereich zwischen Bebauung und der Straße Am Planetencenter in Richtung Norden.
Blick Richtung Norden | © 09/2020
Kreuzungsbereich Auf der Horst/Am Planetencenter
An der Kreuzung Auf der Horst/Am Planetencenter wird die erste Straße gekreuzt. Nördlich der Kreuzung wird die erste Station Uranushof errichtet.
Die Trasse befindet sich rechts der Straße auf Höhe der Bäume („30er Schild“). Blick Richtung Süden | © 09/2020
Station Uranushof
Die Station Uranushof soll direkt nördlich der Kreuzung mit der Straße Auf der Horst entstehen. Danach wird die Strecke ansteigen, um auf einer Brücke über die Autobahn geführt zu werden.
Blick Richtung Norden | © 09/2020
Endstation Garbsen/Rathaus
Nachdem die Strecke die Autobahn überbrückt und den westlichen Teil des Parkplatzes des Nord-West-Zentrums überquert hat, endet sie zwischen dem Rathaus und Shopping Plaza auf der Berenbosteler Str. vor der Kreuzung mit Meyenfelder/Havelser Str. Dieser Teil wird für den Autoverkehr gesperrt und soll als großer Fußgängerbereich ausgewiesen werden. Eine Umsteigemöglichkeit in die Busse ins weitere Umland befindet sich dann am südlichen Teil der heutigen Kreuzung, die zu einem Kreisel ausgebaut werden soll.
Hier soll die künftige Endstation entstehen. Blick Richtung Norden | © 09/2020
Realisierung
Am 24.10.2024 teilen Region Hannover, Stadt Garbsen und die Infra Hannover mit, dass der geplante Ausbau bis Garbsen-Mitte (Rathaus) durchgeführt werden soll. Ein Baubeginn wird nicht vor 2029 und eine Inbetriebnahme nicht vor 2032 stattfinden, zudem noch nicht einmal Finanzierungszusagen von Bund und Land vorliegen.
Hier eine Übersicht zu den weiteren Planungen:
- 2025 – Entwurfsplanung
- 2026 – Beschlüsse durch die zuständigen Gremien
- 2027 – weitere Vorplanungen und Einleitung Planfeststellungsverfahren
- 2028 – Ausführungsplanung
- 2029 – möglicher Baubeginn für ca. drei Jahre
Seit 2005 wurde trotz positiver Wirtschaftlichkeit des Projektes kein Meter gebaut. Wenn die Strecke in 2032 wirklich eröffnet wird, sind seitdem 27 Jahre vergangen. Und das bei ca. 1,1 km Streckenlänge. So wird das nichts mit der Verkehrswende!
